Erfahrungsbericht Isuzu Trooper 89er UBS 17 - oder besser: Ein Trooper kommt wieder Nachhause

 
Moin Moin aus Hamburg,

bin zwar neu hier, aber vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen. Zur Vorgeschichte : Ich habe irgendwann im Winter 1996 mir kurzfristig einen Geländewagen zugelegt, da ich hoch in den Norden wollte. Weil ich immer so ein Glück mit Elektrik und anderen spannenden Sachen der Neuzeittechnik habe, wollte ich gerne ein robustes Fahrzeug ohne irgendwelchen Technikzauber haben. Daher habe ich dann einen 89er UBS 17 von einem Bekannten gekauft. 

Der Trooper hatte damals 120tkm auf der Uhr und hier und da Rost und Beulen und war von drinnen recht schmutzig, was daraus resultierte, dass er gewerblich genutzt wurde. Der Auspuff war am Mitteltopf defekt, Scheibenwischerblätter waren defekt usw usw. Aber egal, er sprang an und tat seinen Dienst. 1998 habe ich den Wagen dann verkauft, wohin kann ich gar nicht mehr sagen. 

Vor kurzem habe ich dann wieder nach einem Geländewagen gesucht, weil ich doch wieder in die nördlichen Gefilde möchte. Durch einen blöden Zufall habe ich dann im Internet einen Trooper gefunden, der tatsächlich von der Farbe her wie mein alter aussah. Na ja, gibt viele davon dachte ich. Ich rief also den Verkäufer an, der keinerlei Ahnung hatte, was er verkauft (war ja auch für einen Freund), der mir dann die Mängel aufzählte : Auspuff Mitteltopf defekt, Scheibenwischer defekt, recht verdreckt von Innen, Rost und Beulen an ganz bestimmten Stellen etc. Das kam mir schon sehr merkwürdig vor, aber ich habe mir dann keine weiteren Gedanken gemacht. Kurzum habe ich das Auto dann gekauft. 

Auf dem Weg dorthin ( 400 km Fahrt) habe ich dann noch einen neuen Trailer aus der Gegend abgeholt (muss sich ja auch lohnen die Fahrt) und habe den dann an meinen Vectra DTI gehängt. 100 km schafft auch der Vectra das. Kurzum war ich dann angekommen (in tiefschwarzer Nacht) und sah den Trooper in seiner Halle in der Ecke stehen. Staubig und dreckig, nicht wirklich schön. Ich bin dann um den Wagen herumgegangen und war mir fast sicher, die Zeit war stehen geblieben. Das war mein Trooper, ein Blick in den Brief hat das dann auch bestätigt. 

Na ja, kurzerhand dann einen Schnellcheck der Flüssigkeiten gemacht, Anhänger an den Trooper, Vectra auf den Anhänger und unter den ungläubigen Blicken des Verkäufers aufgebrochen. Der Trooper hat den gesamten Rückweg natürlich ohne irgendwelche Probleme gemeistert, selbst die Kassler Berge hat er ohne Temperaturprobleme gemeistert. Halt der 2.6i, der meinesterachtens zuverlässigste Motor. Wieder zuhause angekommen, habe ich ihn dann am nächsten Tag erst mal inspiziert. Der Zahn der Zeit hat zwar an ihm genagt, aber eigentlich ist er immer noch in dem Zustand, wie ich ihn verkauft habe. 

Ich habe dann meine damals gekauften Ersatzteile aus einer Kiste im hintersten Eck vom Schrank herausgekramt und er hat endlich neue Scheibenwischer bekommen. Kurz den Motor geprüft, zur Sicherheit einen neuen Zahnriemen montiert (na ja, hat etwas länger gedauert und ich habe mir auch mal wieder ordentlich die Finger geklemmt), Ölwechsel etc durchgeführt und schon freute er sich wieder bester Gesundheit. Der Auspuffmitteltopf ist im Übrigen immer noch leicht durchlöchert, was aber die bestandene AU nicht gestört hat. Nun wird er noch mal etwas poliert und dann geht es im Januar wieder auf in den hohen Norden. Mal sehen, was mir die Jahre mit dem Trooper noch so bringen. Ziehen und arbeiten kann er jedenfalls. Und großartig kaputt ist auch noch nichts gegangen.

Gruß

V. Drews

PS: Ich weiß bis heute nicht, wofür das Aggregat vorne links ist, was an einen Luftschlauch am Mengenteiler geht und an eine Rohr bei den Einspritzdüsen. Ich denke mir mal, es hat irgendwas mit besserer Luftzufuhr zu tun, aber was das Teil genau macht...vielleicht erfahre ich es ja irgendwann. In diesem Sinne guten Rutsch ins neue Jahr und alles Gute für Euch und die Trooper dieser Welt.
Familie.Drews@Hamburg.de

(Januar2003)